Technik

Published on Oktober 2nd, 2014 | by Sonja

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Schonend und preisstabil

Viele Leute werden sich heuer oder in den kommenden Jahren um eine neue Heizung umsehen müssen. Denn nach einigen Jahren ist die alte zu erneuern. Aus diesem Grund informieren sich die meisten Leute bei den führenden Ofenherstellern und vergleichen die unterschiedlichen Brennarten miteinander auf ihre Wirksamkeit und Effizienz. Dabei spielt vor allem der Kostenfaktor eine große Rolle – aber nicht zu vergessen: auch der Umweltschutz ist hier wichtig. Schließlich sollen auch noch die nächsten Generationen auf diesem Planeten leben können. In Österreich und Deutschland kommen Pelletskessel immer mehr in Mode. Sie nützen die Holzpellets um Warmwasser zu erhitzen und die Wohnräume warm zu halten. In Österreich liegt die Zahl der Pelletskessel bei rund 112.000, in Deutschland sind rund dreimal soviele Öfen im Einsatz. Und diese Zahl wächst rasant weiter – alleine in Österreich kommen pro Jahr rund 10.000 Pelletskessel dazu. Nun bleibt die Frage, warum sich eigentlich so viele Heizugsbetreiber für den Pelletskessel entscheiden.

Pelletheizung Aschebox

Zum einen sind Pellets klimaschonend. Beim Verheizen von Pellets wird im Gegensatz zum Heizen mit Öl und Gas der Treibhauseffekt oder saure Regen nicht gefördert, sondern es herrscht eine CO2-Neutralität. Das heißt, dass beim Verbrauchen von Holz keine zusätzlichen Verbrennungsgase entstehen, die den Treibhauseffekt und die Umwelt negativ beeinflussen. Somit werden nicht noch größere Ozonlöcher gefördert. Hackgutheizungen und Pelletskessel können bis zu 80% der Abgase von Ölheizungen einsparen.

Pellets sind sehr preisstabil. Wenn man sich die Preise in den letzten 14 Jahren ansieht, so erkennt man leichte Schwankungen, die bei rund 1,5-2Eurocent liegen. Bei Heizöl sieht die Sache sofort anders aus: Hier entwickelte sich der Preis von Anfangs 5ct pro kWh auf rund 9,8ct. Weiters ist dieser Preis großen Schwankungen ausgesetzt, rund 6ct pro kWh sind hier im gleichen Betrachtungsraum aufgetreten. Diese Preisschwankungen machen strategische Finanzplanungen unmöglich und treiben die Kosten für den Verbraucher ständig in die Höhe.

Ein weiterer Vorteil beim Heizen mit Holz ist der Umweltgedanke: Holzpellets werden aus Sägemehlabfällen industriell gepresst. Damit werden schon bestehende Ressourcen verwendet bzw. weiterverarbeitet. Diese Abfallprodukte wird es in den nächsten Jahren auch noch geben, weshalb sie am besten weiterverarbeitet werden sollten. Auch die Hackschnitzel bei Hackgutheizungen sind in der Zukunft bestens versorgt: der Waldbestand nimmt in Österreich stets zu und die Hackgutheizungen (zum Beispiel von KWB) können damit bestens bewirtschaftet werden – zu einem konstanten und günstigen Preis.

Referenzbeispiel

Ein großer Vorteil der Pelletskessel zu Scheitholzöfen ist folgender: Mit den letztgenannten heizt man praktisch völlig unabhängig und automatisch: Der Ofen und dessen Steuerung wird ein einziges Mal programmiert und steuert anschließend die Beheizung des gesamten Wohnraums und produziert zeitgerecht ausreichend Warmwasser.

Ein toller Nebeneffekt beim Umstieg von Heizungen mit fossilen Brennstoffen zu Holzheizungen findet sich in der Förderung: Die Pelletskessel werden durch Bund, Länder und Gemeinden mit Förderungen finanziert. So muss man nicht über die möglicherweise beim ersten Blick etwas höheren Anschaffungskosten erschrecken.

Nicht zuletzt sichern die Pellets die heimische Wirtschaft. Während die fossilen Brennstoffe aus Staaten wie Russland, Arabien bzw. aus Libyen und Nigeria zugekauft werden, unterstützt man mit Holzheizungen die heimische Wirtschaft. Bereits rund 20.000 Jobs konnten durch die Pelletsproduktion geschaffen werden. Durch die große Nachfrage werden auch zukünftig viele Leute einen Job in diesem Bereich ergattern können.

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