Technik

Published on April 10th, 2015 | by Sonja

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Eine Hackschnitzelheizung – die effiziente Heizlösung

Bei der Hackschnitzelheizung werden kleine Holzstücke verfeuert, dabei entsteht Wärme, mit der Wasser erwärmt wird. Mit diesem Wasser wird die Heizung gespeist und damit der Wohnraum geheizt. Die Holzstücke liegen zwischen 3 und 30 Millimeter. Je nachdem welche Holzart verbrannt wird, ändert sich der Heizwert bei dem Verbrennungsprozess. Holzhackschnitzel haben etwa ein Zehntel des Heizwertes von Heizöl. Um erst einmal das Holz verbrennen zu können, muss dies je nach Holzart mindestens zwei Jahre lagern. Dafür muss der Lagerraum ebenso vorhanden sein. Das Holz muss trocken sein, damit es effektiv verbrannt werden kann und die optimale Heizleistung erbringen kann. Bei Hackschnitzeln müsste ein siloähnlicher Behälter vorhanden sein, der trichterförmig nach unten läuft, damit die Hackschnitzel durch den Schneckenförderer zur Heizung transportiert werden können. Dieses Silo muss zusätzlich belüftet werden, damit das Holz optimal trocknen kann und nicht verfault. Da die Hackschnitzel ein reines biologisches Produkt sind, ist diese Variante des Heizens sehr umweltfreundlich.

Brennstoff: Hackschnitzel

Funktionsweise der Hackschnitzelheizung:

Zunächst wird das Holz in den Kanal des Schneckenförderers geführt. Dies funktioniert vollkommen automatisch. Dieser Schneckenförderer führt der Brennkammer der Holzheizung immer wieder neue Hackschnitzel zu. Die Hackschnitzel werden dabei entweder seitlich in den Brennraum eingebracht oder von unten. Die anfallende Asche wird in einen Aschebehälter transportiert und je nach Größe der Heizung und anfallender Aschemenge wird diese automatisch z.B. durch Schneckenförderer in separate Aschebehälter abtransportiert. Durch die Verbrennung dieses Holzes wird das im Kessel befindliche Wasser erwärmt, welches als Wärmespeicher und der Heizung zugeführt wird.

Vor- und Nachteile gegenüber anderen Heizungsarten:

Nachteile:

• Die Hackschnitzel benötigen einiges mehr an Platz zur Lagerung und Trocknung als zum Beispiel Heizöl oder Pellets. • Die Anschaffungskosten für die Hackschnitzelheizungssysteme sind deutlich höher als bei Pellets, Gas- oder Ölheizungen.
• Nur trockene und Hackschnitzel sollten verbrannt werden, da es sonst durch die daraus resultierende Schimmelbildung zum Einen zu Geruchsbelästigungen und zum Anderen auch zu Schäden an der Heizung an sich kommen kann.

Vorteile:

Pellet-/Hackgutheizung Multifire

• Die Verwendung von Hackschnitzeln ist sehr umweltschonend. Da es reine Holzheizungen sind, werden keinerlei fossile Brennstoffe benötigt. Holz wächst stets nach und kann immer neu gepflanzt werden. Die Menge des freigegebenen CO2 durch die Verbrennung der Hackschnitzel ist in etwa gleichzusetzen mit dem CO2, welches beim Wachstum eines Baums gebunden wird.
• Die Anschaffung der Hackschnitzel als Heizmittel ist viel günstiger als Heizöl oder Pellets, da diese meist maschinell hergestellt und verarbeitet werden.
• Gerade für gewerbliche Objekte und Betriebe ist diese Art der Holzheizung eine gute Lösung, da diese Firmen einen hohen Heizbedarf besitzen und die anfallenden Heizkosten bei der Heizung mit Hackschnitzel sehr niedrig sind.
• Der Kauf einer Hackschnitzelholzheizung wird von der Republik Deutschland finanziell gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt einen Zuschuss von 1.400 € pro Anlage, welche eine Leistung zwischen 5 und 100 kW aufweist.

Es gibt ebenfalls auch Hackschnitzheizungen, die nicht nur diese Form des Holzes verbrennen können, sondern ebenfalls auch Pellets, Miscanthus und Pflanzenbrennstoffe verwerten können. Diese Heizungssysteme sind jedoch ebenfalls in der Anschaffung kostenintensiver als z.B. eine Ölheizung oder Ähnliches. Hackschnitzelheizungen eignen sich ab einem Leistungsbedarf von 20 kW. Dies trifft z.B. auf größere Altbauten und Mehrfamilienhäuser zu.


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